Bei der Wahl der Unternehmensform betrachten Gründer in der Regel die Kosten für die Gründung des Unternehmens als entscheidenden Faktor. Wer also mit einem bescheidenen Budget ein Unternehmen gründet, gründet eine Kommanditgesellschaft oder eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, wer größer denkt, gründet eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, und wer wirklich große Pläne hat, gründet eine Aktiengesellschaft. Dies ist jedoch nicht immer der richtige Ansatz.
Es stimmt zwar, dass eine Kommanditgesellschaft günstiger zu gründen ist als eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und eine Aktiengesellschaft teurer ist als beide, aber es gibt noch einige andere Faktoren, die nicht übersehen werden sollten.
Ein solcher Faktor ist die Frage der Haftung. Es ist relativ bekannt, dass alle Mitglieder einer kkt. und die internen Mitglieder einer bt. mit ihrem gesamten Vermögen für die Schulden der Gesellschaft haften. Im Falle einer Kft. und einer RT haftet das Mitglied nur für die Bereitstellung des von ihm zugesagten finanziellen Beitrags an die Gesellschaft.
Verschiedene Unternehmen haben unterschiedliche Prestigewerte. Daher ist es in Fällen, in denen es besonders wichtig ist, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen, ratsamer, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder eine Aktiengesellschaft zu gründen.
Es lohnt sich nicht, ein Unternehmen zu gründen, in der Annahme, dass es vorerst ausreicht und man es später immer noch umwandeln kann (z. B. von einer Kommanditgesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung). Eine Umwandlung ist viel kostspieliger und zeitaufwändiger als die Gründung eines neuen Unternehmens, daher lohnt es sich auf jeden Fall, ein Unternehmen zu gründen, das den Bedürfnissen seiner Gesellschafter langfristig gerecht wird.
